In der letzten Chrismon von 2/2014 wurde ein Interview mit Gentleman, einem deutschen Reggae-Musiker wiedergegeben. Die Passage, in der er auf die Frage nach dem Sinn antwortet, hat mich angesprochen. Ich empfinde es in ähnlicher Weise.

“Ich weiß gar nicht, warum wir immer in allem einen Sinn sehen müssen. Ich finde manchmal auch das Sinnlose sehr schön. Die Frage nach dem Sinn begrenzt vieles, der sinn spielt sich immer im Kopf ab. Allein in die Sterne zu gucken und sich bewusst zu machen, was für ein kleiner Furz wir sind! Oder wenn ich unsterblich ein jemanden verliebt bin, dann frage ich nicht: Was ist der sinn, dass ich in diese Frau verliebt bin? ich glaube, wir fragen nach dem Sinn, wenn wir nicht dankbar sind, wenn es uns nicht gutgeht, wenn wir zweifeln.”

Gerade den letzten Satz finde ich bemerkenswert. Haben wir doch im letzten Burnout Café über die Schwierigkeit gesprochen, die eigenen Grenzen zu erkennen. Diese Überlegung wäre für mich ein Indikator, der einem signalisieren könnte, hier stimmt etwas nicht.

Thomas