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Die Fähigkeit, Dinge zu akzeptieren, gilt als eine der Säulen der psychischen Belastbarkeit. Daher haben wir „ Akzeptanz “ als Thema im ABC – Neuss erneut behandelt.

Als Coaches dabei waren Thomas Grünschläger und Beate Mies.

Im ersten Schritt näherten wir uns dem Thema mit der Beantwortung der folgenden drei Fragen:

Was könnte man unter Akzeptanz verstehen?

Tatsachen akzeptieren, Eigene Emotionen zulassen, ….

Warum könnte Akzeptanz wichtig sein?

Wer ständig versucht Vergangenes ungeschehen zu machen, hat keine Kapazität für Neues. Wer sich ständig über Unbeeinflussbares ärgert, verbraucht viel Energie für wenig Ergebnis. Und dennoch kann es angemessen sein; So ist z.B. eine angemessene Trauer ist sehr wichtig.

Wozu ist Akzeptanz hilfreich?
Erst durch gesundes Loslassen/ Lösen können Fantasie und Kreativität für Neues wieder fließen. Zentral für Akzeptanz ist Selbstannahme. Wer sich selbst als Mensch mit Ressourcen, Fähigkeiten, Fertigkeiten, kleinen Fehlern und Unperfektheiten annehmen kann, kann auch leichter mit schwierigen empfundenen Situationen oder Zeitgenossen umgehen.

Jede Veränderung fängt idealerweise mit einer Bestandsaufnahme an. An diesem Abend nutzen wir in abgewandelter Form eine Übung von Fabienne Berg aus ihrem Buch „Übungsbuch Resilienz“ Wie sehe ich meine Situation? In Gruppen wurden jeweils 2 individuelle Fragen erörtert. Alle Gruppen bearbeiteten zudem die beiden folgenden Fragen: Was in Deinem Leben fällt Dir am schwersten? Was würde sich für Dich verändern, wenn Du diesen Punkt in Deinem Leben annehmen würdest? Neben der Selbsterkenntnis konnte über den Austausch in der Gruppe von den Beiträgen der anderen Mitglieder neue Aspekte entdeckt werden. Die vollständige Liste der Fragen kann mit freundlicher Genehmigung des Jungfermann Verlages hier herunter geladen werden.

Lernen, zu akzeptieren war ein weiteres Übungsangebot, das mit Freude aufgenommen wurde : „Ja, genau…“ : Ich stimme zu! „Ja genau, ich bin traurig“. „Ja genau, ich…“ Mit kleinen Übungen, dem gemeinsamen erzählen einer Geschichte, der positiven Erklärung kleiner persönlicher Absonderlichkeiten und einem immer wieder wiederholten „Ja, genau…“ schleicht sich die Fähigkeit, zu Akzeptieren, auf angenehme Weise in unser Bewusstsein.

Nach der Pause gab es Gelegenheit Sich selbst mit Mitgefühl begegnen. Die Teilnehmer schrieben einen Brief. In diesem Brief konnten Sie „einen Adressaten“ an dem teilhaben lassen was sie gerade bewegte. Das konnten schöne Dinge sein, aber auch Kummer, Sorgen oder Ängste. Sie erzählten dem Adressaten, was gerade bei ihnen los ist und was sie freut oder bekümmert. Die Teilnehmer konnten ganz offen dabei; Stil und Struktur waren vollkommen unwichtig, denn der Adressat waren sie selbst. IFGL hat die Briefe mit freundlicher Unterstützung der örtlichen AOK versenden.

Sobald der Brief angekommen sein wird, soll er gelesen werden – ohne zu urteilen. Anschließend wird ein Antwortbrief geschrieben werden, den wir im nächsten Treffen verteilen und „verarbeiten wollen.

Den Abend schloss Beate mit positiven Affirmations-Angeboten ab. Mit diesen Affirmationen wie z.B. „Ich nehme mich mit allem an.“ wird der Prozess der Akzeptanz unterstützt.