Im August betrachteten 10 Teilnehmer im ABC Köln, wie es um ihre Fähigkeit, sich durchzusetzen, bestellt ist. Gerade Menschen, die gerne ihr Bestes geben und Konflikte vermeiden, handeln schnell nach der Devise “Der Klügere gibt nach”.  Auf diese Weise verlernen sie, ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen – bis sich diese durch psychische Probleme laut zu Wort melden. Das trainieren von Durchsetzungsfähigkeit kann das eigene  Wohlbefinden und das Selbstwertgefühl steigern. Und nach außen gewinnt man an Glaubwürdigkeit und wird häufiger ernst genommen. Wie also kommt man dahin, sich mehr und mehr durchzusetzen?

Schritt 1: Was kennzeichnet Menschen, die sich gut durchsetzen können?

Wir trennten zwischen äußerlichen und innerlichen Kennzeichen wie:

  • Erscheinungsbild
  • Mimik, Gestik, Haltung
  • Stimme
  • Sprache
  • Kontaktverhalten
  • Selbstsicherheit und Selbstvertrauen
  • Zielorientierung
  • Fehlertoleranz

Schritt 2: Üben und Strategien ableiten

Diese Kennzeichen bauten wir in die Übung ein, eine besondere Muschel für sich zu beanspruchen. Es wurde gefeilscht, gelacht, ausprobiert. Und es wurde deutlich, dass Kompromisse für alle die angenehmste Lösung waren!

Es ist nicht immer leicht, sich ad hoc durchzusetzen. Wer nicht daran gewöhnt ist, sich selbst in den Vordergurnd zu stellen, muss das erst einmal üben und sich auf wichtige Themen auch vorbereiten. Das führte zu den folgenden Tipps:

Um Durchsetzungsfähigkeit einzuüben nutzt man am besten Gelegenheiten, bei denen die Konsequenzen keinen großen sozialen Flurschaden anrichten, z.B. beim Kauf von genau 100 Gramm Käse, beim Einsteigen in die Bahn oder in dem man das letzte Häppchen für sich selbst nimmt – ohne zu fragen!