Es ist keine neue Studie, denn sie stammt aus dem Jahr 2014. Wir haben sie auf den Seiten des Zentralinstituts für seelische Gesundheit Mannheim gefunden.

Das Abstract zeigt, wie wichtig die Arbeit von IFGL e.V. ist. IFGL unterstützt bereits den individuellen Bewältigungsprozess und wird sich zukünftig auch an Unternehmen wenden und Öffentlichkeit sensibilisieren.

Bisher konnten wir 1200 Teilnehmer in unseren Veranstaltungen “ABC-Anderes Burnout Café” zählen.

Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um die Förderung der Mitarbeitergesundheit geht. Die Gesundheit der Führungskräfte selbst wird aber kaum thematisiert. Das von Prof. Dr. Andreas Zimber vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim geleitete Forschungsprojekt „Psychische Gesundheit von Manager/innen (PsyGeMa)“ hat dieses Thema genauer unter die Lupe genommen. In der ersten, 2015 abgeschlossenen Teilstudie wurden deutschlandweit 282 Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen und Führungsebenen zu ihren Arbeitsbedingungen und ihrer psychischen Gesundheit befragt. Im Vergleich zu anderen Berufsgruppen waren Schlafstörungen, Müdigkeit, Energielosigkeit und emotionale Erschöpfung überdurchschnittlich stark verbreitet. Frauen sowie Führungskräfte auf der mittleren Führungsebene waren insgesamt häufiger betroffen. In der zweiten, aktuell veröffentlichten Teilstudie wurde in ausführlichen Interviews die Entstehung psychischer Beeinträchtigungen untersucht. Die 15 psychisch belasteten Führungskräfte waren zwischen 40 und 62 Jahren alt und in unterschiedlichsten Führungspositionen und Branchen tätig. Ihre häufigsten Beschwerden waren Gereiztheit, Nicht-Abschalten-Können, Motivationsverlust, Müdigkeit und Erschöpfung, Schlafstörungen, Nervosität und Angstsymptome. Sie führten diese vor allem auf die hohen beruflichen Anforderungen, insbesondere langes, intensives Arbeiten und Verantwortungsdruck, zurück. Sechs Personen gelang es trotzdem, die Belastungen erfolgreich zu bewältigen. Drei Personen veränderten ihr Verhalten erst nach einer schweren Erkrankung (Herzinfarkt, Hörsturz, Burnout). Die restlichen Befragten befanden sich in einem Bewältigungsprozess mit noch offenem Ausgang. Als ausschlaggebend für eine langfristig erfolgreiche Bewältigung erwiesen sich eine aktive Veränderung der Arbeitssituation sowie bewusstes Erholungsverhalten, dessen Bedeutung mit dem Lebensalter übrigens zunahm. Wie die Studie ebenfalls zeigte, waren Personen besser geschützt, wenn es im Unternehmen erlaubt war, über dieses vielerorts heikle Thema offen zu sprechen. Neben den Führungskräften sind daher auch die Unternehmen für die Gesundheitsrisiken ihrer Personalverantwortlichen noch stärker zu sensibilisieren.”

Thomas Grünschläger