Konflikte leicht gemacht!

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Dieser Abend widmete sich dem Thema, wie Menschen mit Konflikten umgehen und wie sie besser damit umgehen können.

Die Eingangsfragen im Interview „Wann wird Kommunikation für mich schwierig, wie reagiere ich dann? Und wann ist mir eine Konfliktlösung schon mal besonders gut gelungen?“ aktivieren die Selbstreflexion und stärken die Selbstwirksamkeit.

Da die Körpersprache in der Kommunikation eine sehr wichtige Rolle spielt, kann auch in konflikthaften Situationen allein durch Änderung der Haltung eine Entspannung herbeigeführt werden. Dies haben wir je zu zweit geübt:

Körperübung Ich-Formulierung mit Triangulieren

In konflikthaften Situationen steht man oft konfrontativ gegenüber, mit erhobenen Zeigefinger und Beschuldigungen: Du bist schuld! Du machst mir ein schlechtes Gefühl! Du hast folgendes vermasselt…

Allein sich körperlich leicht seitlich zu stellen, erstmal Kontakt aufzunehmen und dann in Ich-Formulierung zu sprechen, nimmt sehr viel Spannung aus der Situation du trägt zur Lösung bei.

Einmal vorgemacht: Ich renne mit erhobenem Zeigefinger, laut und wütend auf einen Freiwilligen zu: „Du kommst jeden Tag zu späte, so geht das nicht weiter“

Ausschütteln du dann nochmal: Ich gehe ruhig auf den Freiwilligen zu, spreche ihn mit Namen an (Kontaktaufnahme), drehe mich leicht zur Seite, nehme meine Hand als Projektionsfläche und deute auf das Problem auf der Hand – so trenne ich Thema von Person. Dann sage ich: „Ich habe beobachtet, dass Du 3x nacheinander zu spät gekommen bist. Das hat für unser Team eine Auswirkung, da die Abläufe durcheinanderkommen. Was ist Deine Meinung dazu? Wie können wir eine Lösung finden?“.

Diese Körperhaltung und die Ich-Botschaft trägt dazu bei, dass die angesprochene Person sich nicht sofort zurückzieht und in die Rechtfertigung geht. So ist ein Dialog über das Thema möglich.

Eine weitere Übung um in Konflikten die Spannung herauszunehmen:

Oft wandeln sich unsere Ansichten, wenn wir unsere Perspektive ändern. Was wir wahrnehmen kann beim Entstehen oder Lösen von Konflikten eine Rolle spielen.

Was nehme ich wahr? Sind es „Zahlen Daten Fakten“, fokussiere ich mich auf Ähnlichkeiten oder Unterschiede, welche Haltung habe ich in diesem Moment, welche Erwartungen/Erfahrungen spielen eine Rolle für meine Wahrnehmung?

Wie (be)deute ich, was ich wahrnehme? Dabei spielen Emotionen, Reaktionen, Gedanken, Bewertungen, eine Rolle.

Was kann ich tun? Zunächst könnte ich Zahlen Daten Fakten vom Rest trennen, kann meinen Emotionen nachspüren, die Gedanken wahrnehmen, die zu meiner individuellen Bewertung der Situation geführt haben und die gesamte Situation umdeuten. Die ZDF bleiben, meine Perspektive ändert sich (vermutlich). Für den eigenen Zustand ist es meist sehr hilfreich einige Male ruhig zu atmen. Auch Informationen/Feedback einzuholen, könnte dabei helfen, Konflikte aufzulösen.

In jedem Fall haben kann es hilfreich sein, sich mit den Fragen auseinanderzusetzen = Reflektieren