Die augenblickliche Pandemie sorgt bei vielen Menschen in Deutschland für massive psychische Belastungen. In einer Umfrage eines Instituts sehen sich ein Fünftel aller Befragten an der Schwelle zum Burnout, also einem Zustand völliger Erschöpfung. Viele Mitarbeiter:innen, die durch die Pandemie gezwungen sind, ihren Job von zuhause zu erledigen, sind dazu noch oft einer kaum mehr zumutbaren Doppelbelastung ausgesetzt, dadurch schlägt sich die Krise hierzulande psychisch noch stärker bei den Personen nieder, die sich dann auch noch um die Familie kümmern müssen. 

„Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und die Work-Life-Balance bleiben zu oft Lippenbekenntnisse, allein um die Attraktivität des Unternehmens nach außen zu steigern. Diesen Missstand untermauert eine Studie des gemeinsamen Projekts Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung und der BARMER GEK.  

Für die Studie wurden ca. 1000 Erwerbstätige befragt. Hier gibt sogar fast jede/r Vierte an, über lange Strecken in einem Tempo zu arbeiten, das er langfristig unmöglich aufrechterhalten könne.  

Wenn es um Stress, mentale, körperliche und emotionale Belastung geht, fällt immer wieder auf, wie groß die Kluft ist zwischen dem, was Menschen sich selbst zumuten, und den Grenzen, die die Natur uns setzt. Alarmierend ist, wie Verharmlosung, Verdrängung und ebenso überhöhte wie unrealistische Ansprüche einen bedeutsamen Teil der Bevölkerung nicht nur krank machen, sondern in erschreckend vielen Fällen auch langfristig zu Behinderung und Verlust der Teilhabefähigkeit am beruflichen Leben führen.  

Viele Menschen fühlen sich getrieben von Erwartungen der Umgebung, eigenen Leistungszielen und der Hektik des Alltags. Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Orientierung und Oasen der Ruhe. Dies suchen die meisten erst einmal im Außen. Das ist in vielen Lebenssituationen sehr sinnvoll und kann eine große Bereicherung sein, doch übersieht manch einer dabei, dass der wichtigste Ratgeber stets verfügbar in uns selbst liegt. 

Aus diesem Grund wollen wir zu Beginn des neuen Jahres dazu bewegen, ins Innen zu schauen, anstatt im Außen nach der Oase der Ruhe zu suchen. Welche Wünsche und Ziele habt ihr für das neue Jahr? Falls ihr die vergangenen Tage noch nicht dazu genutzt habt, Wünsche und Ziele für euer eigenes Wohlergehen im neuen Jahr zu formulieren, möchten wir euch dafür drei W-Fragen für diesen Monat mitgeben:  

Was kann ich tun, damit ich in diesem Jahr mehr Zeit für mich habe?  

Was muss ich dazu aktuell in meinem Alltag verändern?  

Woran werde ich feststellen, dass mir meine Selbstfürsorge bis zum Ende des Jahres gelungen ist?  

Nehmt euch mehr Zeit für euch selbst und hört in euch hinein! 

Danke an alle, diese Anerkennung durch ihr ehrenamtliches Engagement möglich gemacht haben!