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Das andere Burnout Café – ein monatlicher Selbsthilfetreffen Betroffene mit stressinduzierten Symptomen, Angehörige von Betroffenen und Interessierte.

Jeden dritten Montag von 19 – 21:00 Uhr im Internet mittels eines ZOOM-Meetings. Eine kostenloses Angebot für Betroffene und Interessierte. Die Anzahl der Teilnehmer ist aufgrund der genutzten Technik auf 12 beschränkt!

Reden ist Silber – Schweigen ist Gold 

In Abwandlung einer Redewendung “Manchen Leuten passt es nicht, was ich sage. Wie froh können sie sein, dass sie nicht wissen was ich denke.”  

Reden mit wem? Mit mir oder mit anderen? Und Schweigen?  Kann ich auch mir gegenüber Schweigen? Ja und natürlich beziehen wir uns auch auf Telefonate, Mails, WhatApp und alle anderen Möglichkeiten mit in unsere Gedanken ein. 

Wir wollen uns an diesem Abend darüber austauschen, wie jeder mit Reden und Schweigen umgeht. Können wir Handlungsmuster erkennen, gibt es vielleicht Regeln?  Wer und wann wurden sie uns eventuell vermittelt. 

Wir erarbeiten uns unsere eigene Strategie, mit der wir vielleicht günstiger mit dem Thema umgehen können. Wobei wir uns die Frage stellen, was heißt den “günstiger” 

Weitere Informationen telefonisch bei Thomas Grünschläger unter 0174 71 2 72 36

Vorschlag zu den Gruppenregeln?
 
Es gibt keine festen Regeln oder gar Vorschriften für die Arbeit von Selbsthilfegruppen. Jede Gruppe entwickelt im Laufe der Zeit ihren eigenen Stil. Für Gruppen, bei denen das gemeinsame Gespräch im Mittelpunkt steht, gibt es jedoch einige Empfehlungen für den Umgang miteinander:
– Jede/r bringt sich frei mit seinen Problemen, Gefühlen und Ideen ein.
 
– Jede/r soll in der Gruppe zu Wort kommen. Sinnvoll kann es sein, zu Beginn und am Ende der Gruppensitzung eine Blitzlicht-Runde durchzuführen. Jede/r ergreift dann reihum das Wort und spricht über die augenblicklichen Gefühle und Erwartungen.
 
– Gerade in einem Online-Treffen kann immer nur eine/r sprechen. Dabei sollte jede/r den Mut zur „Ich-Form“ aufbringen. Die „Man“- oder „Wir-Form“ sollte vermieden werden. Jede/r sollte sich direkt an die anderen in der Gruppe wenden, mit ihnen und nicht über sie sprechen.
 
– Es sollte nicht über Außenstehende (zum Beispiel die Partnerin / den Partner), sondern von sich, von den eigenen Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen geredet werden.
Gefühle, auch „negative“ Empfindungen, die im Alltag häufig unterdrückt werden: Angst, Schwäche, Abneigung, Sorgen, Ärger, Kränkung, Scham und so weiter sollten in der Gruppe mit der größtmöglichen Offenheit geäußert werden.
 
– Störungen haben Vorrang. Wer nicht mehr zuhören kann, beunruhigt, traurig oder wütend ist, sollte das möglichst bald aussprechen. Die Gruppe sollte den Verlauf unterbrechen, um sich diesen Gefühlen zuzuwenden.
 
– Eigenständigkeit muss respektiert werden. Nur über Meinungen kann man diskutieren. Beim Erfahrungsaustausch gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Jede/r muss lernen, Erfahrungen und Gefühle als solche stehen zu lassen und nicht zu bewerten oder zu kritisieren.
 
– Niemand sollte beschwichtigend oder besserwissend Ratschläge erteilen, wo jede/r nur für sich selbst entscheiden und das eigene Tun verantworten kann.
 
– Keine/r sollte sich und andere bei der Lösung von Schwierigkeiten unter zeitlichen Druck setzen. Probleme sollten offen gelassen werden, denn so wie sie nicht von heute auf morgen entstehen, so können sie auch nicht in kurzer Zeit gelöst werden.
 
– Dem Gruppengespräch muss kein festes Thema zugrunde liegen. Der Gesprächsverlauf ist offen. Diskussionen über bestimmte Themen werden ausdrücklich vereinbart.
 
– Über die Gespräche in der Selbsthilfegruppe wird gegenüber Außenstehenden Stillschweigen bewahrt.